Angreifer soll südkoreanische Banken mithilfe von KI-Tools gehackt haben
Laut CrowdStrike drang ein mutmaßlich chinesischsprachiger Angreifer in mehrere südkoreanische Finanzinstitute ein und erbeutete allein bei der Shinhan Bank über 25.000 Kundendatensätze. Verwendet wurde das Open-Source-Tool ARTEX, das KI-Modelle wie DeepSeek für automatisierte Penetrationstests nutzt.

Crowdstrike berichtet über einen Infrastruktur-Hack in Südkorea. Ein mutmaßlich chinesischsprachiger Angreifer griff zwischen Ende September und Anfang Oktober 2026 mehrere südkoreanische Finanzinstitute an und stahl große Mengen an Daten. Allein bei der Shinhan Bank wurden nach Angaben der koreanischen Zeitung Khan mehr als 25.000 Datensätze mit Namen, Kontaktdaten, Einkommen und Kreditlimits entwendet. Die südkoreanische Finanzaufsicht trat zu einer Notfallsitzung zusammen. Präsident Lee Jae Myung forderte eine gründliche Untersuchung.
Der Angreifer nutzte ARTEX, ein chinesisches Open-Source-Werkzeug, das erstmals im Juli auf GitHub veröffentlicht wurde und KI-Sprachmodelle für automatisierte Penetrationstests einsetzt, das heißt, es findet Sicherheitslücken eigenständig. Die dahinterstehenden Modelle waren DeepSeek v4.1-flash, GLM-5.3 und Grok 4.6. Die Forscher fanden in offenen Verzeichnissen des Angreifers Sitzungsprotokolle von Claude Code, die Suchen nach Telegram-Gruppen zum Verkauf der gestohlenen Daten zeigten.
Laut Crowdstrike zeigt der Fall, wie KI-Werkzeuge einer einzelnen Person ermöglichen können, in kurzer Zeit massive Datendiebstähle durchzuführen, genau die Art von Cybersicherheitsrisiko, vor der Experten seit Monaten warnen. Nur wenige Tage zuvor hatte Anthropic dokumentiert, dass GLM-5.3 Exploits schreiben kann, die fast auf dem Niveau von Mythos Preview liegen, dem Frontier-Modell von Anthropic, das Ende März 2026 die gesamte Debatte ausgelöst hatte. Werbung Werbung
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Original (Englisch) anzeigen
Crowdstrike reports on an infrastructure hack in South Korea. A suspected Chinese-speaking attacker hit multiple South Korean financial institutions between late September and early October 2026, stealing large amounts of data. At Shinhan Bank alone, more than 25,000 records with names, contact details, income, and credit limits were stolen, according to Korean newspaper Khan. South Korea's financial regulator held an emergency meeting. President Lee Jae Myung called for a thorough investigation.
The attacker used ARTEX, a Chinese open-source tool first posted on GitHub in July that uses AI language models for automated penetration testing, meaning it finds security flaws on its own. The models behind it were DeepSeek v4.1-flash, GLM-5.3, and Grok 4.6. Researchers found Claude Code session logs on the attacker's open directories, showing searches for Telegram groups to sell stolen data.
Crowdstrike says the case shows how AI tools can let a single person pull off massive breaches in a short window, the kind of cybersecurity risk experts have been warning about for months. Just days earlier, Anthropic documented that GLM-5.3 can write exploits nearly on par with Mythos Preview, Anthropic's frontier model and the one that sparked the entire debate in late March 2026. Ad Ad
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