Anthropic's record IPO faces some big questions
No startup has ever grown so fast. In five years, Anthropic has become an AI giant valued at $1 trillion, and it is now aiming for a record-breaking stock market debut.

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Zu bevorzugten Quellen hinzufügen. Anders als Google oder Meta verfügt Anthropic über kein Werbeimperium, auf das es zurückfallen kann, wenn das Geschäft Einbußen erleidet. Noch nie ist ein Startup so schnell gewachsen. Innerhalb von fünf Jahren ist Anthropic zu einem KI-Riesen mit einem Wert von einer Billion Dollar herangewachsen und zielt nun auf einen rekordbrechenden Börsengang.
Doch es drohen drei Gefahren: Konkurrenten, die aufholen, Preise, die einbrechen, und Rechnungen, die weiter steigen.
Anthropic nennt die Risiken in seinem Wall-Street-Prospekt, der am Montag veröffentlicht wurde.
Das erste ist die Kommodifizierung: „Der Grad der Differenzierung zwischen fortschrittlichen KI-Modellen kann schrumpfen“, warnt das Unternehmen.
Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco erklärt zudem, dass „im Wesentlichen unser gesamter Umsatz“ aus seinen KI-Tools stammt. Anders als Google oder Meta hat es kein Werbeimperium als Rückfallebene, wenn das Geschäft nachlässt, und auch kein Cloud-Geschäft wie Microsoft oder SpaceX.
Die Anleger sind bereits nervös geworden. Mitte August brachten die Aktionäre eine Bewertung von zwei Billionen Dollar ins Gespräch.
Doch das Wachstum von Quartal zu Quartal verlangsamte sich von 145 Prozent im zweiten auf 45 Prozent im dritten Quartal, wodurch sich die Erwartungen auf rund 1,5 Billionen Dollar abkühlten.
So genannte offene KI-Modelle, die jeder herunterladen und verändern kann, liegen nur knapp hinter geschlossenen Modellen wie Claude oder ChatGPT, die ausschließlich über die bezahlten Dienste ihrer Betreiber verfügbar sind.
Die Leistung offener Modelle liegt laut dem Forschungsinstitut Epoch AI im Durchschnitt nur etwa vier Monate zurück.
Dazu gehört Kimi K3.1 Pro des chinesischen Unternehmens Moonshot, das halb so viel kostet wie Claude Opus 5.5, das derzeitige Flaggschiff von Anthropic.
Und unter den bezahlten Modellen von Anthropic, OpenAI und Google konnte sich keines lange an der Spitze halten.
Anthropic räumt zudem ein, dass es sich selbst bremst: Seine Sicherheitsmaßnahmen „ könnten unsere Fähigkeitsfortschritte im Vergleich zu Konkurrenten verlangsamen, die keine ähnlichen Beschränkungen übernehmen.“
Dennoch sagt das Unternehmen, dass jede neue Version von Claude die Verkäufe angekurbelt hat. Mehr als 80 Prozent seines Umsatzes im letzten Quartal stammten aus Modellen, die weniger als sechs Monate alt waren.
Wenn sich Produkte ähneln, fallen die Preise. Laut Morningstar ist der Preis dafür, dass KI dieselbe Textmenge auf demselben Leistungsniveau verarbeitet, um 97 Prozent gefallen, von 17 Dollar Ende 2024 auf heute 50 Cent.
Anthropic selbst senkte im September den Preis für Claude Opus um 20 Prozent, und OpenAI reduzierte im Juli den Preis für eines seiner Flaggschiff-Modelle um den Faktor fünf.
Die Wirkung ist bereits bei Vercel sichtbar, einer Entwicklerplattform, die Anfragen über verschiedene KI-Modelle verteilt.
Im August wurde mehr als die Hälfte der von ihr verarbeiteten Texte durch offene Modelle abgewickelt, verglichen mit 13 Prozent im April.
Trotzdem entfielen auf Anthropic weiterhin fast zwei Drittel der Ausgaben auf der Plattform.
Selbst eine Preissenkung um 90 Prozent würde die Gesamtausgaben für KI nicht schrumpfen lassen, solange die Nutzung mit dem derzeitigen Tempo weiterwächst, sagte Malik Ahmed Khan, Senior-Equity-Analyst bei Morningstar.
Die Kosten von Anthropic sind dagegen weitgehend festgeschrieben. Um vorn zu bleiben, muss jedes neue Claude-Modell größer sein als das vorherige und mit mehr Daten und mehr Rechenleistung trainiert werden.
Seit Ende 2025 hat sich das Unternehmen verpflichtet, mindestens 417 Milliarden Dollar für die Miete von Chips und Servern zu zahlen.
Das sind fast 13 Jahre Umsatz gemessen am Tempo des ersten Halbjahres 2026, und die Summe könnte sich nahezu verdoppeln, wenn kündbare oder geplante Verträge einbezogen werden.
Diese Verpflichtungen gelten unabhängig vom Zustand des Geschäfts, warnt Anthropic.
Die Wette betrifft die gesamte Branche: Google und Amazon sind zugleich Anteilseigner, Lieferanten und Wiederverkäufer von Anthropic.
Falls sich KI als weniger profitabel erweist als erwartet, fürchtet der Internationale Währungsfonds durch diese verwobenen Investitionen einen „dreifachen Schlag“: fallende Aktienkurse, Schulden, die schwerer zurückzuzahlen sind, und versprochene Einnahmen, die nie Realität werden.
Das unabhängige Forschungsunternehmen New Constructs nannte den Börsengang „einen beispiellosen Test der Leichtgläubigkeit der Anleger.“
Um diese Rechnungen zu bezahlen, setzt Anthropic auf Geld vom Aktienmarkt, und der ist nicht unbegrenzt.
SpaceX, das Raketen- und KI-Unternehmen von Elon Musk, hat dort im Juni Rekordsummen aufgenommen, während auch Google und Meta, die Unsummen in Rechenzentren stecken, frisches Kapital suchen.
OpenAI, dessen Chef Sam Altman einen Börsengang in diesem Jahr als „unklug“ bezeichnete, hat sich entschieden, bis 2027 zu warten, um zu sehen, wie die Wall Street seinen großen Rivalen behandelt.
Master-Abschluss in Physik mit Forschungserfahrung. Langjähriger begeisterter Verfolger von Wissenschaftsnachrichten. Spielt eine Schlüsselrolle im redaktionellen Erfolg von Science X. Vollständiges Profil →
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Add to Preferred Sources Unlike Google or Meta, Anthropic has no advertising empire to fall back on if business takes a hit. No startup has ever grown so fast. In five years, Anthropic has become an AI giant valued at $1 trillion, and it is now aiming for a record-breaking stock market debut.
But it faces three threats: rivals that are catching up, prices that are collapsing, and bills that keep climbing.
Anthropic spells out the risks in its Wall Street prospectus, published Monday.
The first is commoditization: "the degree of differentiation among advanced AI models may narrow," the company warns.
The San Francisco-based firm also says "substantially all of our revenue" comes from its AI tools. Unlike Google or Meta, it has no advertising empire to fall back on if business takes a hit, and no cloud business like Microsoft's or SpaceX's.
Investors have already grown nervous. In mid-August, shareholders were floating a valuation of $2 trillion.
But quarter-over-quarter growth slowed from 145% in the second quarter to 45% in the third, cooling expectations to around $1.5 trillion.
So-called open AI models, which anyone can download and modify, are close behind closed models such as Claude or ChatGPT, which are available only through their owners' paid services.
The performance of open models trails by only about four months on average, according to research institute Epoch AI.
They include Kimi K3.1 Pro from Chinese company Moonshot, which costs half as much as Claude Opus 5.5, Anthropic's current flagship.
And among paid models from Anthropic, OpenAI and Google, none has stayed on top for long.
Anthropic also acknowledges it is holding itself back: its safety measures "could slow our capability gains relative to competitors that do not adopt similar constraints."
Still, the company says each new version of Claude has boosted sales. More than 80% of its revenue last quarter came from models less than six months old.
When products look alike, prices fall. According to Morningstar, the price of having AI process the same amount of text, at the same level of performance, has dropped 97%, from $17 at the end of 2024 to 50 cents today.
Anthropic itself cut the price of Claude Opus by 20% in September, and OpenAI cut the price of one of its flagship models by a factor of five in July.
The effect is already visible at Vercel, a developer platform that routes requests across AI models.
In August, more than half of the text it handled was processed by open models, up from 13% in April.
Even so, Anthropic still captured nearly two-thirds of spending on the platform.
Even a 90% price cut would not shrink total spending on AI as long as usage keeps growing at its current pace, said Malik Ahmed Khan, a senior equity analyst at Morningstar.
Anthropic's costs, by contrast, are largely locked in. To stay ahead, each new Claude model has to be bigger than the last, trained on more data using more computing power.
Since late 2025, the company has committed to paying at least $417 billion to rent chips and servers.
That is nearly 13 years of sales at its first-half 2026 pace, and the total could nearly double if cancelable or planned contracts are included.
These commitments are due no matter the state of its business, Anthropic warns.
The bet involves the entire industry: Google and Amazon are at once Anthropic's shareholders, its suppliers and its resellers.
If AI turns out to be less profitable than expected, the International Monetary Fund fears a "triple whammy" from these intertwined investments: falling stock prices, debts that are harder to repay, and promised revenue that never materializes.
The independent research firm New Constructs called the listing "an unprecedented test of investor gullibility."
To pay these bills, Anthropic is counting on money from the stock market, which is not unlimited.
SpaceX, Elon Musk's rocket and AI company, raised record sums there in June, while Google and Meta, which are pouring fortunes into data centers, are also seeking fresh capital.
OpenAI, whose chief Sam Altman called a listing "ill-advised" this year, has chosen to wait until 2027, giving it time to see how Wall Street treats its big rival.
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