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Anthropic startet Cyber Mission zum Schutz kritischer Infrastruktur

Anthropic hat die Cyber Mission ins Leben gerufen, ein langfristiges Programm, das Verteidiger kritischer Infrastruktur und Open-Source-Software mit Frontier-Modellen, Engineering-Support vor Ort und Forschung unterstützen soll. Den Auftakt bildet das Critical Infrastructure Defense Program.

dev.toSonntag 04:42 · 11.10.DE4 Min. Lesezeit
Bild: dev.to

Anthropic startete am 8. Oktober 2026 die Anthropic Cyber Mission, ein langfristiges Vorhaben, das Verteidiger kritischer Infrastruktur und Open-Source-Software mit Frontier-Modellen, technischem Support vor Ort und Forschung ausstatten soll. Das Unternehmen beginnt mit dem Critical Infrastructure Defense Program für Operational Technology und dem kostenlosen, optionalen OSS Scanner für Open-Source-Projekte.

In einem Unternehmensblogbeitrag erklärte Anthropic, dass die Cyber Mission Verteidiger mit Tools, Forschung und Ressourcen unterstützt. Sie beginnt mit zwei Säulen. Das Critical Infrastructure Defense Program (CIDP) bringt Frontier-Claude-Modelle, Ingenieure vor Ort und Threat Research zu Anbietern, die Stromnetze, Wassersysteme, Verkehrsanlagen und verwandte Operational Technology absichern. Gründungspartner sind Accenture, Booz Allen, CrowdStrike, Deloitte, Dragos, Hitachi, Insane Cyber, Nozomi Networks, Palo Alto Networks, PwC und Rockwell Automation.

Separat startete Anthropic den OSS Scanner, einen opt-in-Dienst, der regelmäßige Schwachstellen-Scans mit seinen stärksten Modellen durchführt, einschließlich Claude Mythos, und die Ergebnisse kostenlos liefert. Die Berichte enthalten einen Proof of Concept, eine Erläuterung und, sofern verfügbar, einen Kandidaten für einen Patch. Sie werden vom Modell generiert und ohne menschliche Prüfung versendet.

Anthropic erklärte, dass Operational-Technology-Systeme oft auf Jahrzehnte ausgelegt sind und nicht einfach abgeschaltet werden können, weshalb bekannte Schwachstellen jahrelang bestehen bleiben können. Das CIDP richtet sich an die vertrauenswürdigen Anbieter, auf die Betreiber ohnehin setzen, um Auskunft darüber zu erhalten, was angreifbar ist und welche Korrekturen sicher sind. Mehrere Partner nutzten Claude bereits, um Schwachstellen zu beheben und Kunden dabei zu unterstützen, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte Anthropic Modelle und Unterstützung an mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten sowie einige große öffentliche Betreiber kritischer Infrastruktur bereitgestellt.

Bei Open Source stützte sich Anthropic auf die Erfahrung aus Project Glasswing. Innerhalb von sechs Monaten deckten seine Modelle mehr als 29.000 mögliche Schwachstellen auf; Menschen prüften etwa 6.000 davon. Einige Maintainer beantragten die Massenlieferung ungeprüfter Funde.

Der OSS Scanner reagiert auf diese Nachfrage. Die Teilnahmeberechtigung folgt Kriterien, die denen von Googles OSS-Fuzz ähneln: Projekte mit kritischer Bedeutung für Infrastruktur und Sicherheit der Nutzer. Kern-Maintainer melden sich an, indem sie einen Pull Request an Anthropics oss-scanner GitHub-Repository einreichen.

Anthropic erwartet eine True-Positive-Rate von über 90 Prozent und wird das System anhand von Feedback weiter verbessern. Bei einer Validierung von 97 kritischen und hochgradigen Funden über 48 Projekte erfüllten 85 (88 Prozent) die Anforderungen für den Prozess der koordinierten Schwachstellendisklosure.

Das Unternehmen räumte ein, dass Angreifer kurzfristig im Vorteil bleiben könnten, weil die Kosten für das Finden und Ausnutzen von Schwachstellen gesunken sind, während Verifikation und Behebung weiterhin von Menschen abhängen. Es prognostiziert, dass KI innerhalb von zwei Jahren die Verteidigung begünstigen wird.

Frontier-Modelle stehen Angreifern bereits zur Verfügung. Der Zugang für Verteidiger hinkt hinterher, insbesondere für Operational-Technology-Umgebungen, die sich schwer patchen lassen, sowie für ehrenamtlich betreute Open-Source-Projekte, die die Grundlage der meisten Software bilden. Indem Anthropic Modelle und Ingenieure über etablierte Anbieter statt direkt an jeden Betreiber leitet und Maintainern, die große Mengen bearbeiten können, einen opt-in-Schnellweg anbietet, versucht das Unternehmen, diese Lücke zu schließen, ohne kleinere Projekte zu überfordern.

Der ungeprüfte Charakter der OSS-Scanner-Berichte ist ein bewusster Kompromiss zugunsten der Geschwindigkeit. Anthropic hat offen kommuniziert, dass einige Funde unzutreffend sein oder übertriebene Schweregrade aufweisen können.

Die Ankündigung baut auf Project Glasswing und dem erweiterten Cyber Verification Program auf. Sie setzt zudem frühere Arbeiten fort, etwa ein Cyber-Verteidigungsprogramm für Regierungen auf Bundesstaats-, Landes-, Stammes- und Gebietsebene. Die Finanzierung und der freie Zugang zu Claude Max für Open-Source-Maintainer (Claude for Open Source) sowie der Defender Advantage Fund unterstützen die damit verbundenen Bemühungen.

Sekundäre Berichterstattung bestätigte die 11 Gründungspartner sowie den modellgenerierten, ungeprüften Charakter der OSS-Scanner-Berichte. VentureBeat und SecurityWeek zitierten frühere Glasswing-Zahlen: etwa 6.157 an Maintainer gemeldete Funde und 516 in einer Abrechnung behobene Schwachstellen, mit hohen True-Positive-Raten bei geprüften Stichproben.

Betreiber von Strom-, Wasser- und Verkehrsinfrastruktur könnten durch ihre bestehenden Sicherheits- und Industriepartner schnellere Schwachstellenerkennung und -behebung erleben. Open-Source-Maintainer berechtigter Projekte erhalten einen kostenlosen, wiederkehrenden Scan mit Reproduktionen und vorgeschlagenen Patches, wobei sie potenzielle Falschmeldungen bearbeiten müssen. Projekte ohne entsprechende Kapazitäten erhalten weiterhin menschlich verifizierte Disklosures im Rahmen von Anthropics koordiniertem Prozess.

Für das weitere Ökosystem signalisiert der Schritt, dass Frontier-Labore von Forschungsdemonstrationen zur Schwachstellensuche zu produktiven Verteidigungswerkzeugen übergehen, die auf jene Sektoren abzielen, in denen das Patchen am langsamsten voranschreitet.

Anthropic kündigte an, die Cyber Mission um weitere Tools, Forschung und Ressourcen auszubauen. Es sucht Kontakt mit anderen Unternehmen, die Sicherheitsprodukte oder -dienstleistungen für kritische Infrastruktur anbieten. Die Anmeldung zum OSS Scanner ist über das öffentliche GitHub-Repository möglich, wobei die Teilnahmeberechtigung im Einzelfall geprüft wird. Das Unternehmen plant, die True-Positive-Raten sowie das automatisierte Triagieren und Patchen im Laufe der Zeit zu verbessern, gesteuert durch das Feedback der Maintainer.

Der Start am 8. Oktober ist auf Anthropics eigener Website bestätigt: ein Critical Infrastructure Defense Program mit 11 namentlich genannten Gründungspartnern mit Fokus auf Operational Technology sowie ein opt-in-OSS-Scanner, der vollständig modellgenerierte Berichte ohne menschliche Triage liefert, inspiriert von OSS-Fuzz und durch Glasswing geprägt. Aussagen über konkrete Partneraktivitäten jenseits von „mehrere arbeiten bereits mit Claude“ und exakte künftige True-Positive-Raten bleiben Unternehmensangaben. Der kurzfristige Vorteil von Angreifern und die Zwei-Jahres-Prognose für die Verteidigung sind Anthropics Einschätzung, keine unabhängige Messung.

Automatisch übersetzt. Das Original auf Englisch ist unten aufklappbar.

Original (Englisch) anzeigen

Anthropic on October 8, 2026, launched the Anthropic Cyber Mission, a long-term effort to equip defenders of critical infrastructure and open-source software with frontier models, on-site engineering support, and research. The company is starting with the Critical Infrastructure Defense Program for operational technology and the free, opt-in OSS Scanner for open-source projects.

In a company blog post, Anthropic said the Cyber Mission supports defenders with tools, research, and resources. It begins with two tracks. The Critical Infrastructure Defense Program (CIDP) brings frontier Claude models, on-site engineers, and threat research to providers that secure power grids, water systems, transportation networks, and related operational technology. Founding partners are Accenture, Booz Allen, CrowdStrike, Deloitte, Dragos, Hitachi, Insane Cyber, Nozomi Networks, Palo Alto Networks, PwC, and Rockwell Automation.

Separately, Anthropic launched OSS Scanner, an opt-in service that runs periodic vulnerability scans with its strongest models, including Claude Mythos, and delivers the findings free of charge. Reports include a proof of concept, explanation, and candidate patch when available. They are generated by the model and sent without human review.

Anthropic said operational technology systems are often built to last decades and cannot easily be taken offline, so known vulnerabilities can persist for years. The CIDP focuses on the trusted providers that operators already rely on for advice about what is exposed and which fixes are safe. Several partners are already using Claude to fix vulnerabilities and help customers do the same, the company said. It has previously offered models and support to more than half of U.S. states and some large public critical infrastructure operators.

For open source, Anthropic drew on Project Glasswing experience. Over six months its models surfaced more than 29,000 candidate vulnerabilities; humans reviewed roughly 6,000. Some maintainers requested bulk unreviewed findings. OSS Scanner addresses that demand. Eligibility follows criteria similar to Google’s OSS-Fuzz: projects with critical impact on infrastructure and user security. Core maintainers enroll by submitting a pull request to Anthropic’s oss-scanner GitHub repository. Anthropic expects a true-positive rate above 90 percent and will refine the system based on feedback. In a validation of 97 critical and high-severity findings across 48 projects, 85 (88 percent) met the bar for its coordinated vulnerability disclosure process.

The company noted that in the near term attackers may retain an advantage because the cost of finding and exploiting vulnerabilities has fallen while verification and fixing remain human-dependent. It forecasts that within two years AI will favor defense.

Frontier models are already available to attackers. Defensive access has lagged, particularly for operational technology environments that are hard to patch and for volunteer-maintained open-source projects that underpin most software. By routing models and engineers through established providers rather than directly to every operator, and by offering an opt-in fast path for maintainers who can triage volume, Anthropic is trying to close that gap without overwhelming smaller projects.

The unreviewed nature of OSS Scanner reports is a deliberate trade-off for speed. Anthropic has been transparent that some findings will be inaccurate or carry inflated severity ratings.

The announcement builds on Project Glasswing and the expanded Cyber Verification Program. It also continues earlier work such as a cyber defense program for state, local, tribal, and territorial governments. Funding and free Claude Max access for open-source maintainers (Claude for Open Source) and the Defender Advantage Fund support related efforts.

Secondary reporting confirmed the 11 founding partners and the model-generated, unreviewed character of OSS Scanner reports. VentureBeat and SecurityWeek described prior Glasswing statistics: roughly 6,157 findings reported to maintainers and 516 patched in one accounting, with high true-positive rates on reviewed samples.

Operators of power, water, and transport infrastructure may see faster vulnerability discovery and remediation through their existing security and industrial partners. Open-source maintainers of eligible projects gain a free, recurring scan with reproducers and suggested patches, at the cost of needing to handle potential false positives. Projects without capacity will continue to receive human-verified disclosures under Anthropic’s coordinated process.

For the broader ecosystem, the move signals that frontier labs are moving from research demonstrations of vulnerability finding to production defensive tooling aimed at the sectors where patching is slowest.

Anthropic said it will expand the Cyber Mission to additional tools, research, and resources. It is soliciting interest from other companies that build security products or services for critical infrastructure. OSS Scanner enrollment is open via the public GitHub repository, with case-by-case eligibility decisions. The company plans to improve true-positive rates and automated triage and patching over time, guided by maintainer feedback.

The October 8 launch is confirmed on Anthropic’s own site: a Critical Infrastructure Defense Program with 11 named founding partners focused on operational technology, and an opt-in OSS Scanner that delivers fully model-generated reports without human triage, inspired by OSS-Fuzz and informed by Glasswing. Claims about exact partner activities beyond “several are already working with Claude” and precise future true-positive rates remain company statements. The near-term attacker advantage and two-year defensive forecast are Anthropic’s assessment, not independent measurement.

Originaltitel: Anthropic launches Cyber Mission with Critical Infrastructure Defense Program and free OSS ScannerQuelle: dev.to (dev.to). Original öffnen