ai newsDo., 15. Okt.
EilmeldungMeta and Apple team up to make Muse AI models run better on Macs

Anthropic und OpenAI mussten ihre Fuehrung im KI-Rennen wieder verteidigen

Noch vor Kurzem schienen Anthropic und OpenAI mit immer staerkeren Modellen uneinholbar vorne zu liegen, waehrend Google weit zurueckfiel und Meta trotz Milliardeninvestitionen ohne sichtbaren Erfolg blieb. Mittlerweile hat sich das Bild des KI-Rennens wieder verschoben.

The VergeMittwoch 21:06 · 14.10.DE4 Min. Lesezeit
Bild: The Verge

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Google und Meta fordern Anthropic und OpenAI an der KI-Spitze heraus.

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Noch letzte Woche schienen Anthropic und OpenAI das KI-Rennen fuer sich allein zu entscheiden, indem sie mit immer leistungsfaehigeren Modellen die Konkurrenz deutlich hinter sich liessen. Google wirkte hoffnungslos weit zurueckgefallen, waehrend es Meta, trotz Milliardeninvestitionen zur Rettung seiner ins Stocken geratenen KI-Ambitionen, noch nicht geschafft hatte, sich als ernstzunehmender Herausforderer zu etablieren. Selbst die neuesten Modelle aus China, so beeindruckend sie auch waren, schienen eher aufzuholen.

Dann veraenderte sich innerhalb weniger Tage alles. Google und Meta praesentierten gleichermaenzen Frontier-Modelle, die ihrer Aussage nach mit den besten Modellen von OpenAI und Anthropic mithalten koennen. ploetzlich laeuft das Rennen wieder, und theoretisch kann jeder gewinnen.

Bis zu dieser Woche sah es so aus, als haette Google seinen Platz unter den KI-Fuehrenden dauerhaft verloren. Seit der Veroeffentlichung von Gemini 3 im vergangenen Jahr hatte der Technologiekonzern kaum mehr als inkrementelle Verbesserungen geliefert. Gemini 3 war zum Launch beeindruckend, doch sein Vorsprung war von kurzer Dauer, und das Modell haderte damit, mit den spaeteren Angeboten von OpenAI und Anthropic, ja sogar mit einigen der Open-Weight-Modelle aus China Schritt zu halten.

Eine Reihe interner Umbrueche versttaerkte zusaetzlich den Eindruck, Google zoege sich von der KI-Spitze zurueck. Der erfahrene Manager Jeff Dean verliess zusammen mit einer Reihe weiterer KI-Forscher das Unternehmen, um ein neues Startup zu gruenden. Demis Hassabis, der Nobelpreistraeger, der jahrelang an der Spitze von Googles KI-Schmiede DeepMind stand, zog sich aus dem taeglichen Geschaeft zurueck. Weitere KI-Teams wurden aus DeepMind herausgeloesst und direkt Google unterstellt. Insgesamt signalisierten diese Veraenderungen eine groessere Verschiebung des KI-Schwerpunkts von Google, weg von London und hin nach Kalifornien, was Spekulationen befeuerte, der Konzern beginne, die Kommerzialisierung von KI ueber die Forschung zu stellen.

Dann durcheinanderbrachte Google am Dienstag diese Erzaehlung mit der Veroeffentlichung von Gemini 4 Argon, einem neuen Frontier-Modell, das laut Unternehmen auf zahlreichen Benchmarks mit den Flaggschiff-Modellen von OpenAI und Anthropic gleichzieht oder sie uebertrifft, ganz gleich, wie viel Benchmarks noch wert sind. Darueber hinaus preist Google Argon aggressiv: Pro Token unterbietet es seine Konkurrenten waehrend der Einfuehrungsphase um bis zu 80 Prozent und bleibt auch nach Ende dieser Aktion deutlich guenstiger.

Metas Auftritt war womoeglich noch spektakulaerer. Anders als Google, das dank seiner tiefen Tresoeren und DeepMind lange Zeit das Mass aller Dinge im Bereich KI war, hatte sich Meta an der Spitze nie wirklich als ernsthafter Herausgeber etabliert. Es lag nicht am fehlenden Bemuehen, doch seine Modelle konnten kaum Akzente setzen. Im vergangenen Jahr startete das Unternehmen eine ehrgeizige und teuer ueberholung seiner KI-Aktivitaeten und gab Milliarden fuer Talente und Infrastruktur aus, darunter Scale AI und dessen Mitgruender Alexandr Wang. Im April veroeffentlichten seine neuen Superintelligence Labs ihr erstes grosses Modell, Muse Spark. Beeindruckend, aber nicht ganz auf Frontier-Niveau.

Das aenderte sich am Montag, als Meta schliesslich ein Modell vorstellte, das mit der absoluten Spitze der Branche konkurrieren kann. Laut den internen Tests des Unternehmens kann Muse Wonder Full mit fuehrenden Modellen von OpenAI und Anthropic mithalten, darunter GPT-6 Astra, Claude Opus 5.5 und Claude Fable 5.1, und das auf zahlreichen Benchmarks. Mit anderen Worten: Das Unternehmen von Mark Zuckerberg ist endlich an der KI-Spitze angekommen.

Die Rueckkehr von Google und der Eintritt von Meta machen den KI-Wettbewerb deutlich dynamischer und zeigen, wie schnell sich das Kraefteverhaeltnis in der KI-Welt veraendern kann. Beide verfuegen ueber aussergewoehnlich grosse finanzielle Mittel und riesige Oekosysteme von Produkten, die von Milliarden Menschen genutzt werden, Vorteile, die KI-Aufsteiger wie OpenAI und Anthropic schlicht nicht aufweisen koennen. Der Erfolg von Metas Muse-Agent-Assistent veranschaulicht diesen Vorteil. Seine Beliebtheit in so kurzer Zeit, trotz der wachsenden Liste an Sicherheits- und Datenschutzbedenken, zeigt die Macht von Milliarden Nutzern in unmittelbarer Reichweite. OpenAI hingegen muss sich deutlich mehr anstrengen, um ein eigenes Oekosystem aufzubauen und positioniert sich als Alternative zu Meta.

All dies geschieht, während das KI-Rennen offenbar in eine neue Phase eintritt. Der Antrieb, immer leistungsfaehigere Modelle zu entwickeln, wird zunehmend problematisch. Das wachsende Spektrum an Sicherheitsbedenken und Vorfällen mit unkontrollierter KI fuehrt dazu, dass die Rufe nach einer Verlangsamung der Entwicklung lauter werden. Auch Open-Source-Modelle werden immer besser, was es einzelnen Unternehmen erschwert, langfristig die Fuehrung zu behaupten.

Wenn reine Rechenleistung und Performance allein nicht mehr ausreichen, um vorn zu bleiben, verfuegen Google und Meta ueber zahlreiche Vorteile, die Anthropic und OpenAI fehlen. Zwar haben beide viel Zeit damit verbracht, aufzuholen, doch die vergangene Woche zeigt, dass es aeusserst unklug waere, einen von beiden abzuschreiben.

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Google and Meta are challenging Anthropic and OpenAI at the AI frontier.

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Last week, Anthropic and OpenAI looked like they had the AI race to themselves, pulling ahead with increasingly powerful models that left their rivals in the dust. Google seemed hopelessly far behind, while Meta, despite spending billions to revive its floundering AI ambitions, had yet to establish itself as a serious contender. Even the latest models coming out of China, impressive as they were, appeared to be playing catch-up.

Then, in the space of a few days, everything changed. Google and Meta both unveiled frontier models they claim can go toe to toe with the best from OpenAI and Anthropic. Suddenly, the race is back on — and it’s anyone’s game.

Until this week, Google looked like it had permanently lost its place among the AI front-runners. Since releasing Gemini 3 late last year, the tech giant had delivered little more than incremental improvements. Gemini 3 was formidable when it launched, but its lead was fleeting, and it struggled to keep up with later offerings from OpenAI and Anthropic, or even some of the open-weight models emerging from China.

A series of internal shake-ups only added to the sense that Google was retreating from the AI frontier. Veteran executive Jeff Dean departed the company with a number of other AI researchers to launch a new startup. Demis Hassabis, the Nobel laureate who spent years at the helm of Google’s AI powerhouse DeepMind, stepped back from day-to-day leadership. Other AI-related teams were moved out of DeepMind and into Google proper. Together, the changes signaled a broader shift in Google’s AI center of gravity, moving away from London and toward California, fueling speculation the tech giant was beginning to prioritize commercializing AI over research.

Then, on Tuesday, Google upended that narrative with the release of Gemini 4 Argon, a new frontier model the company claims matches or beats flagship offerings from OpenAI and Anthropic on numerous benchmarks, whatever value benchmarks are still worth. What’s more, Google has priced Argon aggressively: Per token, it’s undercutting its rivals by as much as 80 percent during its introductory period, and is still significantly cheaper once that promotion ends.

Meta’s arrival was arguably even more dramatic. Unlike Google, which had long been the one to beat in AI thanks to its deep pockets and DeepMind, Meta had never really established itself as a serious contender at the frontier. It was not through lack of trying, but its models struggled to make a mark. Last year, the company embarked on an ambitious and expensive overhaul of its AI operations, spending billions on talent and infrastructure, including Scale AI and its cofounder Alexandr Wang. In April, its new Superintelligence Labs released its first major model, Muse Spark. Impressive, but not quite frontier.

That changed on Monday when Meta finally unveiled a model capable of competing with the industry’s very best. According to the company’s testing, Muse Wonder Full can compete with leading models from OpenAI and Anthropic, including GPT-6 Astra, Claude Opus 5.5, and Claude Fable 5.1, on numerous benchmarks. In other words, Mark Zuckerberg’s company has finally arrived at the AI frontier.

The return of Google — and the arrival of Meta — makes the AI competition considerably more dynamic and shows just how quickly the balance of power can shift in the AI world. Both have extraordinarily deep pockets and vast ecosystems of products used by billions of people, advantages that AI upstarts like OpenAI and Anthropic simply cannot match. The success of Meta’s Muse agent assistant illustrates that advantage. Its popularity in such a short period of time, and despite the growing list of security and privacy concerns, shows the power of having billions of users within ready reach. OpenAI, meanwhile, is having to work harder to establish an ecosystem of its own, positioning itself as an alternative to Meta.

All this comes as the AI race appears to be entering a new phase. The drive to develop ever more powerful models is becoming increasingly fraught. The growing array of safety concerns and rogue AI incidents means calls to slow development are growing louder. Open models are also getting better and better, making it harder for any one company to stay ahead for long.

If raw power and performance are no longer enough to stay ahead, Google and Meta have plenty of advantages not enjoyed by Anthropic and OpenAI. They may have spent a lot of time playing catch-up, but the past week shows it would be incredibly foolish to count either of them out.

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Originaltitel: The AI race is back onQuelle: The Verge (theverge.com). Original öffnen