ai newsFr., 23. Okt.
EilmeldungGoogle Cloud Launches Agent Compute Engine: A MicroVM per AI Agent

Linus Torvalds programmiert mit Claude Code an Linux-Kernel-Experiment

Linus Torvalds hat einen experimentellen Branch für den Linux-Kernel veröffentlicht, an dem er laut eigenen Angaben maßgeblich mit Claude Code gearbeitet hat. Code, Tests und der erste Entwurf seiner Nachricht entstanden unter seiner Anleitung mit der KI, die Messungen liefen dagegen auf seiner eigenen Hardware.

dev.toFreitag 08:03 · 23.10.DE6 Min. Lesezeit
Bild: dev.to

Veröffentlicht am 23. Oktober • Zuerst erschienen auf jrobineau.com

Am 11. Oktober hat Linus Torvalds einen experimentellen Branch für den Linux-Kernel veröffentlicht. In seiner Nachricht erklärt er, wie er gearbeitet hat. Den Code, die Tests und den ersten Entwurf der Nachricht hat Claude Code erstellt. Es geschah "unter meiner Leitung", schreibt er. Die Messungen liefen allerdings auf seinem eigenen Rechner.

Wird KI also Entwickler ersetzen? Die Stellenangebote im Oktober geben eine bessere Antwort als ein einfaches Ja oder Nein.

Das Wichtigste in Kürze: In den USA sind die Entwickler-Stellenangebote im Jahresvergleich um 21 Prozent gestiegen. In Frankreich sind sie um 9 Prozent zurückgegangen. Was zurückkommt, sind vor allem Senior-Positionen und KI-bezogene Rollen. Die Arbeit hat sich verschoben: Der Agent führt aus, der Mensch entscheidet und prüft. Eine KI kennt den Kontext Ihres Unternehmens nicht, und sie verantwortet ihre Fehler nicht. Sie schon.

Dieser Artikel richtet sich an kleine Unternehmer, die sich fragen, ob sie noch einen Entwickler einstellen sollten. Er ist auch für Entwickler gedacht, die sich Sorgen um ihren Job machen. Es sind keine technischen Vorkenntnisse nötig.

Die Jobplattform Indeed veröffentlicht einen täglichen Index der Stellenanzeigen in der Softwareentwicklung. Ein Wert von 100 entspricht dem Niveau von Februar 2020, also direkt vor Covid. Die Federal Reserve Bank of St. Louis stellt diese Datenreihe frei zur Verfügung.

In den USA lag der Index am 9. Oktober 2025 bei 64,3. Am 9. Oktober 2026 steht er bei 78,1. Das sind 21 Prozent mehr Stellenangebote innerhalb eines Jahres.

Der Tiefpunkt lag im Mai 2025 bei 61,1. Die Erholung dauert also seit fast anderthalb Jahren an.

Man sollte aber die Grössenordnung im Blick behalten. Im Februar 2022, auf dem Höhepunkt des Hype, lag der Index bei über 233. Die Unternehmen stellen zwar wieder ein, aber etwa drei Mal weniger als damals.

Derselbe Index lag in Frankreich vor einem Jahr bei 57,0. Heute liegt er bei 51,7. Das sind 9 Prozent weniger Stellenangebote.

Der französische Tiefpunkt wurde Anfang Juli 2026 bei 49,9 erreicht. Er kam damit mehr als ein Jahr nach dem US-Tiefpunkt. Seitdem ist der Index nur um 3,6 Prozent gestiegen. Das ist zu wenig, um von einer Erholung zu sprechen.

Apec, die französische Agentur für Führungskräftestellen, sieht weiterhin Wachstum. Sie erwartet für 2026 61.160 Einstellungen von IT-Fachkräften mit Führungsverantwortung, 4 Prozent mehr als 2025. Die beiden Zahlen messen nicht dasselbe. Indeed zählt Online-Anzeigen. Apec fragt Unternehmen nach den Einstellungen, die sie planen.

Meine Lesart ist, dass Frankreich den USA mit Verzögerung folgt. Der Abstand zwischen den beiden Tiefpunkten beträgt mehr als ein Jahr. Nichts garantiert, dass sich die Erholung im selben Tempo fortsetzt.

Nicht alle Stellenangebote erholen sich gleichermaßen. Im Juli hat Indeed Hiring Lab, das Forschungsteam von Indeed, den US-Anstieg von Mai 2025 bis Mai 2026 untersucht. Demnach kamen 71 Prozent dieses Anstiegs aus Senior-Positionen. Und 37 Prozent stammten aus Anzeigen mit "AI" im Titel.

Laura Ullrich leitet die wirtschaftswissenschaftliche Forschung bei Indeed für Nordamerika. Sie bringt es so auf den Punkt: "Diese Stellen wären nicht mehr die Softwareentwicklungsstellen von früher."

Eine Umfrage von Harness, einem Anbieter von Deployment-Werkzeugen, deutet in dieselbe Richtung. Mehr als vier von fünf Entwicklern sagen, dass die beim Programmieren gesparte Zeit in die Prüfung von KI-Ergebnissen fliesst.

Wo Stellenangebote zunehmen, sucht man Menschen, die entscheiden und prüfen. Nicht nur Menschen, die Code schreiben.

Ich bin seit sieben Jahren Entwickler. Wenn ich heute mit einem Agenten arbeite, überlasse ich ihm die Ausführung. Oft suchen wir gemeinsam nach einem Plan. Aber ich lasse ihn nicht selbst über den Plan entscheiden.

Bevor ich irgendetwas beginne, spreche ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen. Ich schaue, wie sie mit ihrem Teil und mit ihren User Stories vorankommen. Ich prüfe, ob es etwas gibt, das wir zusammen angehen müssen.

Meine Rolle ist es, über die Architektur nachzudenken und die richtige Entscheidung zu treffen. Wie wir es umsetzen und warum. Dann lasse ich den Agenten diese Entscheidung ausführen.

Torvalds beschreibt dieselbe Aufgabenteilung. Der Agent hat geschrieben. Er hat angeleitet und die Messungen selbst durchgeführt.

Ich bin kein Einzelfall. Laut der Stack-Overflow-Umfrage 2026 nutzen 73 Prozent der Entwickler, die KI-Assistenten verwenden, diese täglich. Und 66 Prozent der Befragten nutzen Coding-Assistenten oder Agenten.

Ein KI-Modell sieht nur das, was ihm während der Arbeit vorgelegt wird. Das ist sein Kontextfenster. Es ist gross, aber dennoch begrenzt.

Sie haben den vollständigen Kontext Ihres Unternehmens. Sie wissen, was ein Kunde Ihnen gestern am Telefon gesagt hat. Sie wissen, wann eine Nachricht etwas für Ihren Markt verändert. Der Agent weiss das nicht, es sei denn, jemand teilt es ihm zur richtigen Zeit mit.

Deshalb bleiben Menschen in einem Unternehmen unverzichtbar. Sie sind die Einzigen, die über den vollen Kontext verfügen, wenn eine Entscheidung fällt. Diese Grenze der KI macht ihre Rolle sogar wichtiger als zuvor.

Ein Agent widerspricht selten. Bitten Sie ihn um eine schlechte Idee, und er macht sich gewissenhaft an die Arbeit.

Und wenn der Agent einen Fehler macht, werden Sie nicht zu Anthropic oder OpenAI gehen und ihnen vorwerfen, dass sie Ihr Geschäft ruiniert haben. Sie haben den Agenten für sich entscheiden lassen. Ihnen gegenüber müssen Sie sich vor Ihren Kunden verantworten.

Ein Agent kann schreiben, ausführen und versenden. Die Verantwortung kann er nicht tragen. Also muss jemand anleiten und prüfen. Dieser jemand ist ein Mensch.

Mit KI kann ein Unternehmer viel allein erledigen. Nicht nur Code. Auch Kommunikation, Marketing und Design. Wenn Sie möchten, können Sie sogar Ihre eigene Anwendung schreiben.

Aber jemand muss die Agenten anleiten und ihre Arbeit prüfen. Wenn das niemand tut, funktioniert es nicht. Wenn Sie die Zeit und die nötige Distanz haben, es selbst zu tun, brauchen Sie vielleicht noch nicht einzustellen.

Die eigentliche Frage lautet also nicht "KI oder Entwickler". Sie lautet: "Wer leitet in meinem Unternehmen die Agenten an und verantwortet ihre Arbeit?". Die US-Stellenanzeigen sagen dasselbe: Unternehmen stellen Menschen ein, die entscheiden und prüfen.

Bevor Sie einstellen oder alles an die KI abgeben, gehen Sie diese Punkte durch.

KI schreibt immer mehr Code. Das heisst nicht, dass sie Entwickler ersetzt. In den USA steigen die Stellenangebote, aber für Rollen, die entscheiden und prüfen. In Frankreich steht die Erholung noch aus.

Der Beruf hat sich verändert. Der Agent führt aus. Der Mensch behält den Kontext, die Entscheidung und die Verantwortung.

Sie fragen sich, wer die Agenten in Ihrem Unternehmen anleiten sollte, oder ob Sie dafür einen Entwickler brauchen? Sprechen wir darüber.

Quellen: Phoronix, Torvalds und Claude Code (11.10.2026) · Indeed, Stellenangebote Softwareentwicklung, USA (FRED) · Indeed, Stellenangebote Softwareentwicklung, Frankreich (FRED) · Indeed Hiring Lab, KI und Stellenangebote (08.07.2026) · CIO Dive, Laura Ullrich und die Harness-Umfrage · Le Monde Informatique, Apec-Prognose 2026 · Stack Overflow Developer Survey 2026

Automatisch übersetzt. Das Original auf Englisch ist unten aufklappbar.

Original (Englisch) anzeigen

Posted on Oct 23 • Originally published at jrobineau.com

On 11 October, Linus Torvalds published an experimental branch for the Linux kernel. In his message, he explains how he worked. The code, the tests and the first draft of the message were done with Claude Code. It was "under my direction", he writes. The measurements, though, ran on his own machine.

So, will AI replace developers? October's job postings give a better answer than yes or no.

TL;DR: in the United States, developer job postings are up 21% in a year. In France, they are down 9%. What comes back is mostly senior roles and AI-related roles. The work has moved: the agent executes, the human decides and checks. An AI does not have your company's context, and it does not answer for its mistakes. You do.

This article is for small business owners who wonder whether they should still hire a developer. It is also for developers who worry about their job. No technical background is needed.

The job site Indeed publishes a daily index of software development postings. A value of 100 matches the level of February 2020, just before Covid. The Federal Reserve Bank of St. Louis makes the series freely available.

In the United States, the index stood at 64.3 on 9 October 2025. It stands at 78.1 on 9 October 2026. That is 21% more postings in a year.

The low point was in May 2025, at 61.1. So the recovery has been going on for almost a year and a half.

Keep the scale in mind, though. In February 2022, at the peak of the hype, the index was above 233. Companies are hiring again, but about three times less than back then.

The same index stood at 57.0 in France a year ago. It is at 51.7 today. That is 9% fewer postings.

The French low point came in early July 2026, at 49.9. It arrived more than a year after the US low. Since then, the index has only gained 3.6%. That is too little to call it a recovery.

Apec, the French agency for managerial jobs, still sees growth. It expects 61,160 hires of IT professionals with manager status in 2026, 4% more than in 2025. The two numbers do not measure the same thing. Indeed counts online ads. Apec asks companies about the hires they plan.

My reading is that France follows the US with a delay. The gap between the two low points is more than a year. Nothing guarantees that the recovery will follow at the same pace.

Not all postings recover the same way. In July, Indeed Hiring Lab, Indeed's research team, analysed the US rise from May 2025 to May 2026. According to them, 71% of that rise came from senior roles. And 37% came from postings with "AI" in the title.

Laura Ullrich leads economic research at Indeed for North America. She puts it this way: "These would not be your software development jobs of yesteryear."

A survey by Harness, a deployment tooling company, points the same way. More than four developers out of five say that the time saved on coding goes into reviewing AI output.

Where postings rise, they look for people who decide and check. Not only people who write code.

I have been a developer for seven years. Today, when I work with an agent, I hand it the execution. We often look for a plan together. But I do not let it decide the plan on its own.

Before starting anything, I talk with my colleagues. I look at how they are doing on their part and on their user stories. I check whether there is something we need to do together.

My role is to think about the architecture and to make the right call. How we will do it, and why. Then I let the agent carry out that decision.

Torvalds describes the same split. The agent wrote. He directed, and he ran the measurements himself.

I am not an isolated case. According to the 2026 Stack Overflow survey, 73% of developers who use AI assistants use them every day. And 66% of respondents use coding assistants or agents.

An AI model only sees what it is given while it works. That is its context window. It is large, but it is still limited.

You have the full context of your company. You know what a customer told you on the phone yesterday. You know when some news changes things for your market. The agent does not know, unless someone tells it at the right time.

That is why people remain essential in a company. They are the only ones with the full context when a decision is made. This limit of AI even makes their role more important than before.

An agent rarely pushes back. Ask it for a bad idea, and it gets to work with care.

And if the agent makes a blunder, you will not go to Anthropic or OpenAI and tell them they broke your business. You are the one who let the agent choose for you. You are the one who answers to your customers.

An agent can write, run and send. It cannot carry the responsibility. So someone has to direct and check. That someone is a human.

With AI, a business owner can do a lot alone. Not only code. Communication, marketing and design too. You can even write your own application if you want to.

But someone has to direct the agents and check their work. If nobody does, it does not work. If you have the time and the distance to do it yourself, you may not need to hire right away.

So the real question is not "AI or developer". It is "who, in my company, directs the agents and answers for their work?". US postings say the same thing: companies hire people to decide and check.

Before you hire, or hand everything to AI, go through these points.

AI writes more and more code. That does not mean it replaces developers. In the US, postings are rising, but for roles that decide and check. In France, the recovery is not there yet.

The job has moved. The agent executes. The human keeps the context, the decision and the responsibility.

Wondering who should direct the agents in your company, or whether you need a developer for that? Let's talk.

Sources: Phoronix, Torvalds and Claude Code (11/10/2026) · Indeed, software development postings, United States (FRED) · Indeed, software development postings, France (FRED) · Indeed Hiring Lab, AI and Job Postings (08/07/2026) · CIO Dive, Laura Ullrich and the Harness survey · Le Monde Informatique, Apec 2026 forecast · Stack Overflow Developer Survey 2026

Originaltitel: Will AI replace developers? The October 2026 numbersQuelle: dev.to (dev.to). Original öffnen