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micro1 investiert eine Milliarde Dollar in Trainingsdaten fuer AI-Agenten

Das Training-Startup micro1 will innerhalb eines Jahres eine Milliarde Dollar in den Kauf und die Lizenzierung von Unternehmensdaten stecken. Citi und Hercules Capital stellen das Kapital bereit.

The Next WebFreitag 21:34 · 09.10.DE2 Min. Lesezeit
Bild: The Next Web

Das KI-Trainingsunternehmen micro1 wird in den nächsten zwölf Monaten eine Milliarde Dollar für den Kauf und die Lizenzierung von operativen Daten von Unternehmen ausgeben. Das Unternehmen aus San Francisco gab den Plan am Freitag bekannt. Citi und Hercules Capital stellen das Kapital bereit.

Das Geld fliesst durch micro1s Programm Company Data Partnerships. Das Unternehmen nutzt anonymisierte Unternehmensdaten, um Reinforcement-Learning-Umgebungen aufzubauen, die reale Geschäftsabläufe abbilden. In ihnen lernen KI-Modelle und Agenten, Workflows zu durchlaufen, Entscheidungen zu treffen und komplexe Aufgaben zu erledigen.

«Echte Geschäftsabläufe beinhalten unvollständige Informationen, konkurrierende Prioritäten und Ausnahmen, die Urteilsvermögen erfordern», erklärte micro1 in seiner Ankündigung.

Das Unternehmen sagte, die eine Milliarde Dollar werde die Bandbreite der Branchen und Workflows erweitern, die seine Umgebungen abdecken. Die Initiative gebe Unternehmen eine neue Einnahmequelle aus dem operativen Wissen, das sie über Jahre aufgebaut hätten.

Die Programmseite listet die Daten auf, die micro1 erhalten möchte. Dazu gehören Standardarbeitsanweisungen, Wissensdatenbanken, interne Dokumente, CRM-Daten, Projekthistorien und Qualitätssicherungsprozesse. Gefragt sind auch Aufzeichnungen darüber, wie Teams Entscheidungen treffen, sowie menschliches Feedback zu KI-Ausgaben.

Die Bezahlung hängt von der Qualität, Einzigartigkeit und dem Wert der Daten ab, so das Unternehmen. Die Seite listet drei Zahlungsstufen auf. Eine qualifizierte Partnerschaft bringt mehr als 100.000 Dollar ein. Grosse Datensätze oder laufende Arbeit über mehrere Teams hinweg bringen mehr als 500.000 Dollar. Hochgradig einzigartige, proprietäre Daten bringen mehr als eine Million Dollar.

Die Unternehmen behalten das Eigentum an ihren zugrunde liegenden Daten. Das Unternehmen entferne personenbezogene Informationen, «wenn relevant». Zudem könne es einige Datensätze synthetisch umschreiben, um die Verbindung zu den ursprünglichen Aufzeichnungen zu lockern. Unternehmen können Muster prüfen, bevor micro1 die Daten verwendet.

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit mehr als 30 Mitarbeitenden und etablierter Dokumentation. Das Unternehmen gibt Priorität US-Unternehmen, danach anderen westlichen Märkten, und das Material muss auf Englisch sein.

Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als ein Datenlabor, das KI-Forschungsunternehmen und Konzernen dabei hilft, Frontier-Modelle zu trainieren und Agenten zu evaluieren. Es betreibt drei eigene Labore, eines davon für Robotik.

Im September unterbreitete micro1 ein konkurrierendes Angebot für die Kundendaten von Spirit Airlines. Der vom Gericht bestellte Datenschutzbeauftragte im Insolvenzverfahren von Spirit hat zwischenzeitlich Googles Deal über 10 Millionen Dollar für diese Daten befürwortet. Auch Elon Musks SpaceX hat erwogen, Daten von Startups zum Training seiner KI-Modelle zu kaufen.

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Original (Englisch) anzeigen

AI training company micro1 will spend $1bn over the next 12 months buying and licensing operational data from companies. The San Francisco company announced the plan on Friday. Citi and Hercules Capital are providing the capital.

The money goes through micro1’s Company Data Partnerships programme. The company uses de-identified company data to build reinforcement learning environments that reflect real business operations. In them, AI models and agents learn to work through workflows, make decisions and complete complex tasks.

“Real business operations involve incomplete information, competing priorities and exceptions that require judgment,” micro1 said in its announcement.

The company said the $1bn will widen the range of industries and workflows its environments cover. It said the initiative gives businesses a new revenue stream from the operational knowledge they have built over years.

The programme’s page lists the data micro1 wants. That includes standard operating procedures, knowledge bases, internal documents, CRM data, project histories and quality assurance processes. It also wants records of how teams make decisions, and human feedback on AI outputs.

Payment depends on the quality, uniqueness and value of the data, the company said. The page lists three payment levels. A qualified partnership earns more than $100,000. Large datasets, or ongoing work across several teams, earn more than $500,000. Highly unique, proprietary data earns more than $1m.

Companies keep ownership of their underlying data. The company said it removes personal information “when relevant”. It may also rewrite some datasets synthetically to loosen their link to the original records. Companies can review samples before micro1 uses the data.

The programme targets companies with more than 30 employees and established documentation. The company gives priority to US companies, then other Western markets, and the material must be in English.

The company calls itself a data lab that helps AI research companies and enterprises train frontier models and evaluate agents. It runs three in-house labs, one of them for robotics.

In September, micro1 made a competing bid for Spirit Airlines’ customer records. The court-appointed privacy official in Spirit’s bankruptcy has since backed Google’s $10m deal for that data. Elon Musk’s SpaceX has also weighed buying data from startups to train its AI models.

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Originaltitel: micro1 commits $1bn to buy company data for training AI agentsQuelle: The Next Web (The Next Web). Original öffnen