Microsoft bietet 60.000 Mitarbeitern freiwillige Abfindungen an
Microsoft hat einem Viertel seiner Belegschaft in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien freiwillige Abfindungsangebote unterbreitet. Berichten zufolge sind alle Betroffenen intern mit einem Erfahrungswert von 70 oder darunter bewertet. Das Unternehmen investiert derweil massiv in KI.

AKTUALISIERT UM 21:43 EDT / 26. OKTOBER 2026
Die Microsoft Corp. hat heute freiwillige Abfindungsangebote an etwa ein Viertel ihrer Belegschaft gerichtet.
Die rund 60.000 betroffenen Beschäftigten befinden sich in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien. Ihnen wird berichtet, dass sie alle einen Wert von 70 oder darunter auf der unternehmensinternen Erfahrungs-Skala erreicht haben. Das bedeutet, dass die dienstältesten Mitarbeiter, die von den Stellenkürzungen betroffen sind, Vizepräsidenten sind.
Freiwillige Abfindungsprogramme geben den Beschäftigten vorab Kenntnis von bevorstehenden Entlassungen. Mitarbeitende, die erklären, dass sie vorzeitig gehen möchten, erhalten in der Regel großzügigere Abfindungsbedingungen als bei einer üblichen Restrukturierungsmaßnahme. Im Fall des Microsoft-Programms haben die Beschäftigten bis Anfang Dezember Zeit, das Angebot anzunehmen. Wer zusagt, scheidet später in diesem Monat aus dem Unternehmen aus.
Einigen Berichten zufolge haben einige Marketing-, Vertriebs- und Engineering-Teams entschieden, nicht teilzunehmen. Es ist jedoch unklar, welche konkreten Geschäftsbereiche von den Stellenkürzungen betroffen sein werden. Es scheint wahrscheinlich, dass das defizitäre Videospielgeschäft Xbox zu den betroffenen Gruppen gehört. Nachdem das Unternehmen im Juni 1.600 Beschäftigte dieser Sparte entlassen hatte, berichtete GeekWire, dass weitere Entlassungen erwartet wurden.
Laut Business Insider erhalten Beschäftigte mit einem Wert von 64 oder darunter auf der Erfahrungs-Skala von Microsoft eine Woche Gehalt für jedes halbe Jahr der Unternehmenszugehörigkeit. Mitarbeitende der Stufen 65 bis 67 erhalten zwei Wochen. Außerdem wird Microsoft eine Aktienvesting von sechs bis zwölf Monaten, eine befristete Weiterversicherung im Gesundheitsbereich sowie Unterstützung bei der Stellensuche anbieten.
„Das freiwillige Exit-Angebot ist für uns neu. Wir werden daraus lernen“, schrieb Microsofts Chief People Officer Amy Coleman in einem Memo an die Belegschaft. „Gleichzeitig werden wir den Menschen weiterhin dabei helfen, sich auf die Arbeit zu konzentrieren, die am wichtigsten ist, neue Fähigkeiten aufzubauen und, wo es sinnvoll ist, neue Möglichkeiten innerhalb von Microsoft zu finden.“
Das Unternehmen reduziert seine Belegschaft, obwohl es im letzten Quartal starke Finanzergebnisse vorgelegt hat. Der Umsatz von Microsoft wuchs in den drei Monaten bis Juni um 18 Prozent im Jahresvergleich auf 90,01 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte Ergebnis von 4,74 US-Dollar je Aktie die Konsensschätzung um mehr als 12 Prozent übertraf.
Die Stellenkürzungen könnten Teil eines Bestrebens sein, mehr Mittel für den Ausbau der Rechenzentren von Microsoft verfügbar zu machen. Das Unternehmen eröffnete im letzten Quartal 31 neue Rechenzentren, mehr als die Hälfte der Gesamtzahl der Cloud-Einrichtungen, die es zu Beginn des Jahres besaß. Microsoft erwartet, das Jahr 2026 mit 175 Millionen US-Dollar an Investitionsausgaben abzuschließen. Das liegt unter den 190 Milliarden US-Dollar, die das Unternehmen bis April prognostiziert hatte, aber weiterhin deutlich über den Ausgaben von 2025.
Eigenentwickelte Chips spielen eine wichtige Rolle bei den Bemühungen des Unternehmens, die Kosten seiner Rechenzentren zu senken. Erst diesen Monat präsentierte Microsoft einen Inference-Beschleuniger namens Maia 300, der laut Unternehmen 40 Prozent mehr Tokens pro Megawatt liefert als führende Grafikkarten. Das Unternehmen gab bekannt, die Maia-Chipserie als primäre Quelle für seine Inference-Kapazität nutzen zu wollen.
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Microsoft Corp. today issued voluntary buyout offers to about a quarter of its workforce.
The approximately 60,000 workers affected by the move are located in the U.S., Canada, India and the UK. They reportedly all have a score of 70 or below on the company’s internal experience scale. That means the most senior employees impacted by the job cuts are vice presidents.
Voluntary buyout programs give workers advanced notice of layoffs. Staffers who indicate that they wish to leave early usually receive more generous severance terms than in a standard restructuring initiative. In the case of Microsoft’s buyout program, employees will have until early December to accept the offer. Workers who opt in will leave later that month.
Some marketing, sales and engineering teams have reportedly decided against participating. However, it’s unclear which specific business units are set to see job cuts. It seems likely that Microsoft’s loss-making Xbox video game business is among the impacted groups. After the copmany let go 1,600 of the division’s employees in June, GeekWire reported that additional layoffs were expected.
According to Business Insider, workers with a score of 64 or below on Microsoft’s experience scale will receive one week of pay for every six months spent at the company. Staffers at levels 65 to 67 will receive two weeks. Microsoft will also provide stock vesting for six to 12 months, continued healthcare coverage for a limited amount of time and outplacement support.
“The Voluntary Exit Offer is new for us. We’ll learn from it,” Microsoft Chief People Officer Amy Coleman wrote in a memo to employees. “At the same time, we’ll keep helping people focus on the work that matters most, build new skills and, where it makes sense, find new opportunities across Microsoft.”
The company is trimming its headcount despite the fact that it delivered strong financial results last quarter. Microsoft’s revenue grew 18% year-over-year in the three months ended June, to $90.01 billion, while its adjusted earnings of $4.74 per share topped the consensus estimate by more than 12%.
The job cuts may be part of an effort to make more funds available for Microsoft’s data center buildout. The company opened 31 new data centers last quarter, more than half the total number of cloud facilities it had at the start of the year. Microsoft expects to end 2026 with $175 million in capital expenditures. That’s down from the $190 billion the company projected by April, but still significantly above its 2025 spending.
Custom chips play an important role in the company’s’ efforts to reduce its data center costs. Earlier this month, Microsoft debuted an inference accelerator called Maia 300 that it says provides 40% more tokens per megawatt than leading graphics cards. The company revealed that it plans to make the Maia chip series its primary source of inference capacity.
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