OpenAI wirft Ex-Mitarbeiter vor, geheime Produktdaten vor Rückkehr zu Apple mitzunehmen
Nach einem Gerichtsdokument aus San Jose soll ein ehemaliger OpenAI-Mitarbeiter über 100 vertrauliche Dateien zu einem unveröffentlichten Produkt an private Konten gesendet haben, bevor er zurück zu Apple ging. Der Mitarbeiter war zuvor von Apple zu OpenAI gewechselt.

OpenAI erklärt, ein ehemaliger Mitarbeiter, der zu Apple zurückkehrte, habe mehr als 100 geheime Dateien über ein unveröffentlichtes OpenAI-Produkt an private Konten geschickt. Das geht aus einem am Mittwoch in San Jose, Kalifornien, eingereichten Gerichtsdokument hervor.
Laut dem Dokument kam der nicht namentlich genannte Mitarbeiter von Apple zu OpenAI und blieb dort sechs Monate.
Einige der Dateien, darunter Bilder des Geräts und Fertigungsdaten, wurden kurz nach Mitternacht in Singapur am 2. Juni gesendet, an seinem letzten Arbeitstag.
OpenAI erklärt außerdem, er habe die Produktpläne des Unternehmens bereits vor Monaten Apples führenden Führungskräften vorgestellt, darunter dem Vice President für Operationen in Asien.
Das Unternehmen verweist auf HomeView, das 299 Dollar teure Smart Display, das Apple am Dienstag vorstellte, als Zeichen dafür, dass Apple nun verstärkt in KI-Produkte drängt.
OpenAI sagte in dem Dokument, es sei sehr besorgt, dass seine Geschäftsgeheimnisse und vertraulichen Informationen nun innerhalb von Apple zirkulieren.
Apple weist die Vorwürfe jedoch zurück. Gegenüber Reuters erklärte das Unternehmen, es habe Regeln, die neuen Mitarbeitern die Verwendung vertraulicher Daten aus früheren Jobs untersagen, und keine Hinweise auf OpenAIs Behauptungen gefunden.
In einem Schreiben vom 12. Oktober erklärten Apples Anwälte, die von OpenAI genannten Telefonnummern stimmten nicht mit der dienstlichen Nummer des Mitarbeiters überein.
Apple hatte zudem keine OpenAI-Dateien auf seinen Servern gefunden. Nach Angaben von Apple ging OpenAI vor Gericht, anstatt zu antworten.
Der Streit begann im Juli, als Apple OpenAI verklagte mit der Behauptung, ehemalige Mitarbeiter, darunter Chang Liu und Tang Tan, nun OpenAIs Chef der Hardware-Abteilung, hätten Hardware-Geheimnisse mitgenommen. OpenAI hat Apples Darstellung bestritten.
Das Dokument enthält keine Widerklagen gegen Apple. Stattdessen bat OpenAI das Gericht um einen Zeitplan, der es dem Unternehmen erlauben würde, der Sache nachzugehen und gegebenenfalls später Widerklagen einzureichen.
Inzwischen erklärte am selben Mittwoch auch der US-Bezirksrichter Edward Davila, es sei sehr wahrscheinlich, dass er Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung stattgeben werde.
OpenAI stimmte anschließend zu, die angeblichen Geschäftsgeheimnisse nicht zu verwenden, solange das Verfahren läuft. Im Rahmen der Vereinbarung, die der Richter durchsetzen kann, werden forensische Kopien der Geräte von 14 Mitarbeitern angefertigt, die möglicherweise Daten von Apple besitzen.
Einen Tag zuvor hatte Davila Apple einen schnelleren Zugang zu bestimmten Beweismitteln eingeräumt. Apple kann nun OpenAIs Einstellungs- und Interviewunterlagen einsehen und Liu, Tan sowie Alyssa Peng, eine weitere ehemalige Apple-Mitarbeiterin, früher eidlich vernehmen.
Der Fall wird voraussichtlich im Oktober 2027 vor Gericht verhandelt, wie Reuters berichtet, obwohl OpenAI erklärt, es könnte bereits im Juni 2027 bereit sein.
Ich bin Chefredakteur von TNW und betrachte Technologie nicht als eine Abfolge von Produktstarts und Unternehmensbewertungen, sondern als ein System aus Einfluss, Überzeugung (alle anzeigen) Ich bin Chefredakteur von TNW und betrachte Technologie nicht als eine Abfolge von Produktstarts und Unternehmensbewertungen, sondern als ein System aus Einfluss, Überzeugung und Wandel. Ich schreibe über Startups, Risikokapital, digitale Politik und das Ökosystem in Europa, mit Blick auf die größere Geschichte dahinter: wer die Zukunft gestalten darf, wer davon profitiert, und wie Europa lernt, mit einer lauteren eigenen Stimme zu sprechen. Bevor ich in die führende Redaktionsleitung wechselte, habe ich über mehr als 10 Jahre Karriere im Journalismus, Storytelling, in der Content-Strategie, im SEO und im digitalen Verlagswesen aufgebaut, mit Erfahrung in SaaS, Gastronomie, Kunst und Kultur.
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Original (Englisch) anzeigen
OpenAI says a former employee who went back to Apple sent more than 100 secret files about an unreleased OpenAI product to personal accounts, according to a court filing made on Wednesday in San Jose, California,
According to the filing, the unnamed employee joined OpenAI from Apple and stayed for six months.
Some of the files, which include images of the device and manufacturing data, were sent just after midnight in Singapore on 2 June, his last day.
OpenAI also says he presented its product plans months ago to Apple’s senior leaders, including its vice president of operations in Asia.
It points to HomeView, the $299 smart display Apple launched on Tuesday, as a sign that Apple is now pushing into AI products.
OpenAI said in the filing that it was “very concerned that its trade secret and confidential information is now circulating inside Apple.”
Apple, however, denies the claims. It told Reuters it has rules that prevent new staff from using confidential data from past jobs and found no evidence for OpenAI’s claims.
In a letter dated 12 October, Apple’s lawyers said the phone numbers OpenAI named did not match the employee’s work number.
Apple had also found no OpenAI files on its servers. According to Apple, OpenAI went to court instead of replying.
The dispute began in July, when Apple sued OpenAI, alleging that former staff, including Chang Liu and Tang Tan, now OpenAI’s chief hardware officer, took hardware secrets. OpenAI has disputed Apple’s account.
The filing does not bring counterclaims against Apple. Instead, OpenAI asked the court for a schedule that would allow it to look into the matter and, if needed, file counterclaims later.
Meanwhile, also on Wednesday, US District Judge Edward Davila said he was “highly likely” to grant Apple’s request for a preliminary injunction.
OpenAI then agreed not to use the alleged trade secrets while the case continues. As part of the deal, which the judge can enforce, forensic copies will be made of the devices of 14 staff who may hold Apple data.
A day earlier, Davila gave Apple faster access to some evidence. Apple can now get OpenAI’s hiring and interview records and question Liu, Tan, and Alyssa Peng, another former Apple worker, under oath sooner.
The case is likely to go to trial in October 2027, according to Reuters, although OpenAI says it could be ready by June 2027.
I am the Editor in Chief for TNW, covering technology not as a parade of launches and valuations, but as a system of influence, persuasion, (show all) I am the Editor in Chief for TNW, covering technology not as a parade of launches and valuations, but as a system of influence, persuasion, and change. I write about startups, venture capital, digital policy, and Europe ecosystem, with an eye on the larger story beneath them: who gets to build the future, who profits from it, and how Europe is learning to speak in a louder voice of its own. Before moving into senior editorial leadership, I've built my career for over +10 years across journalism, storytelling, content strategy, SEO, and digital publishing, with experience in SaaS, hospitality, art, and culture.
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