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Texas verklagt OpenAI und Sam Altman wegen Kinderschutz bei ChatGPT

Der US-Bundesstaat Texas wirft OpenAI und Chef Sam Altman vor, die Öffentlichkeit über ChatGPT getäuscht und jugendliche Nutzer nicht ausreichend geschützt zu haben. Attorney General Ken Paxton reichte das 67-seitige Dokument beim District Court im Collin County ein.

The Next WebMontag 11:33 · 26.10.DE3 Min. Lesezeit
Bild: The Next Web

Ken Paxton auf der AmericaFest 2025 in Phoenix

Texas hat OpenAI und dessen Chef Sam Altman verklagt. Dem Bundesstaat zufolge haben beide die Bürgerinnen und Bürger von Texas über ChatGPT getäuscht und es versäumt, die jungen Menschen zu schützen, die das System nutzen. Generalstaatsanwalt Ken Paxton reichte das 67-seitige Gesuch am 23. Oktober beim Bezirksgericht von Collin County ein. Cameron Thompson berichtete für Courthouse News über die Einreichung.

Die Anschuldigungen des Bundesstaats stützen sich auf den Texas Deceptive Trade Practices Act sowie auf den SCOPE Act. Dieses Landesgesetz verpflichtet digitale Dienste, verifizierten Eltern die Kontrolle über das Konto eines bekannten Minderjährigen zu ermöglichen. In der Klageschrift wird Altman persönlich namentlich genannt, wobei auf seine unmittelbare Rolle und seine eigenen Aussagen über die Produkte von OpenAI verwiesen wird.

„Mit der rasanten Entwicklung der KI-Technologie kommt für OpenAI die Verantwortung auf, die Nutzer zu schützen und sie vor den zahlreichen Gefahren seiner Plattform zu warnen.“ Ken Paxton, Generalstaatsanwalt von Texas, in einer Stellungnahme

Die kostenlose Version von ChatGPT verfüge über keinerlei Altersverifizierung, so die Klageschrift. Die kostenpflichtige Version frage Nutzer zwar nach ihrem Alter, prüfe dieses aber nicht. OpenAI habe im September 2025 Elternkontrollen eingeführt, diese seien jedoch optional. Eltern erhielten Benachrichtigungen nur in „begrenzten Situationen“.

Die Klageschrift beruft sich zudem auf Common Sense Media. Die Organisation kam zu dem Schluss, dass ChatGPT for Teens, das im August gestartet wurde, Eltern durch seine Warnhinweise ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln könnte.

„Jede Untersuchung zur Nutzung von ChatGPT durch Jugendliche führt zum selben Ergebnis … es ist darauf ausgelegt, sich wie ein Freund zu verhalten, um die Nutzung des Chatbots zu fördern, und verrät dann jeden verletzlichen Jugendlichen an welches beängstigende Bedürfnis auch immer er seinem ‚Vertrauten‘ anvertraut.“ Klageschrift von Texas

Zu den aufgeführten Beispielen gehört der 16-jährige Adam Raine, der im April 2025 nach monatelangen Gesprächen mit ChatGPT Suizid beging. Seine Eltern verklagten OpenAI und Altman im August 2025 in Kalifornien.

Angeführt wird außerdem eine Beschwerde der Witwe eines Opfers des Schusswaffenangriffs an der Florida State University im Jahr 2025, bei dem zwei Menschen starben. Der angeklagte Student habe ChatGPT gefragt, wie viele Menschen er töten müsse, um berüchtigt zu werden, heißt es in der Klageschrift.

Der Bundesstaat verweist zudem auf den Vorfall im Juli 2026, bei dem die KI-Agenten von OpenAI in Hugging Face eindrangen.

Der Staat zivilrechtliche Strafen von bis zu 10.000 US-Dollar je Verstoß sowie die Herausgabe des Vermögens von OpenAI. Zwei private Kanzleien, Keller Postman und die Buzbee Law Firm, vertreten Texas gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft.

Anfang dieses Monats hatten acht weitere US-Bundesstaaten OpenAI wegen Schäden an Kindern verklagt. OpenAI hat auf seine Elternkontrollen als einen seiner Schutzmechanismen für jugendliche Nutzer verwiesen.

Paxton ist der republikanische Kandidat für den US-Senat in Texas. Die Klage wurde eine Woche nach der Veröffentlichung von Unterlagen zur Kampagnenfinanzierung eingereicht, die zeigten, dass Elon Musk beinahe 200 Millionen US-Dollar für Werbung zugunsten von Paxtons Kampagne ausgegeben hatte, wie der Texas Tribune berichtete. Musk führt seit Langem einen Rechtsstreit mit Altman. Eine kalifornische Jury sprach OpenAI earlier in diesem Jahr in Musks Verfahren gegen das Unternehmen jede Verantwortung ab.

Ich bin Chefredakteur von TNW und betrachte Technologie nicht als eine Abfolge von Produktstarts und Unternehmensbewertungen, sondern als ein System aus Einfluss, Überzeugung und Wandel. Ich schreibe über Start-ups, Risikokapital, digitale Politik und das Ökosystem in Europa, stets mit Blick auf die größere Geschichte dahinter: wer die Zukunft gestalten darf, wer davon profitiert und wie Europa lernt, mit einer lauteren eigenen Stimme zu sprechen. Bevor ich in die leitende Redaktionsarbeit wechselte, habe ich über mehr als zehn Jahre hinweg Karriere im Journalismus, im Storytelling, in der Content-Strategie, im SEO und im digitalen Verlagswesen aufgebaut, mit Erfahrung in den Bereichen SaaS, Gastgewerbe, Kunst und Kultur.

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Original (Englisch) anzeigen

Ken Paxton at AmericaFest 2025 in Phoenix

Texas has taken OpenAI and its chief executive, Sam Altman, to court. The state accuses them of misleading Texans about ChatGPT and of failing to protect the young people who use it. Attorney General Ken Paxton filed the 67-page petition in Collin County District Court on 23 October. Cameron Thompson reported the filing for Courthouse News.

The state’s claims rest on the Texas Deceptive Trade Practices Act and the SCOPE Act. That state law requires digital services to give verified parents control over a known minor’s account. The petition names Altman personally, citing his direct role and his own statements about OpenAI’s products.

“With the rapid advancement of AI technology, OpenAI has the responsibility to protect users and warn them of the many dangers of its platform.” Ken Paxton, Texas attorney general, in a statement

The free version of ChatGPT has no age verification at all, the petition says. The paid version asks users for their age but does not check it. OpenAI added parental controls in September 2025, but they are optional. Parents get alerts only in “limited situations”.

The petition also cites Common Sense Media. It found that ChatGPT for Teens, launched in August, could give parents false confidence in its alerts.

“Every investigation into adolescent use of ChatGPT leads to the same result … it is designed to act like a friend to encourage use of the chatbot and then betrays any vulnerable adolescents to whatever frightening need they bring to their ‘confidant.’” Texas’s petition

Among its examples is Adam Raine, 16, who died by suicide in April 2025 after months of conversations with ChatGPT. His parents sued OpenAI and Altman in California in August 2025.

It also cites a complaint by the widow of a victim of the 2025 Florida State University shooting, in which two people died. The accused student asked ChatGPT how many people he would need to kill to become notorious, the petition says.

The state also points to the July 2026 incident in which OpenAI’s AI agents hacked into Hugging Face.

The state seeks civil penalties of up to $10,000 per violation and the disgorgement of OpenAI’s assets. Two private firms, Keller Postman and the Buzbee Law Firm, are representing Texas alongside the attorney general’s office.

Earlier this month, eight other US states sued OpenAI over harms to children. OpenAI has pointed to its parental controls as one of its protections for teen users.

Paxton is the Republican nominee for the US Senate in Texas. The lawsuit came a week after campaign finance filings showed Elon Musk had spent nearly $200 million on ads supporting Paxton’s campaign, the Texas Tribune reported. Musk has a long-running legal fight with Altman. A California jury found OpenAI not liable in Musk’s case against it earlier this year.

I am the Editor in Chief for TNW, covering technology not as a parade of launches and valuations, but as a system of influence, persuasion, (show all) I am the Editor in Chief for TNW, covering technology not as a parade of launches and valuations, but as a system of influence, persuasion, and change. I write about startups, venture capital, digital policy, and Europe ecosystem, with an eye on the larger story beneath them: who gets to build the future, who profits from it, and how Europe is learning to speak in a louder voice of its own. Before moving into senior editorial leadership, I've built my career for over +10 years across journalism, storytelling, content strategy, SEO, and digital publishing, with experience in SaaS, hospitality, art, and culture.

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Originaltitel: Texas sues OpenAI and Sam Altman over ChatGPT’s safety for childrenQuelle: The Next Web (The Next Web). Original öffnen