Ukrainische Drohnen zerstören KI-Rechenzentrum von Yandex
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff wurde ein Rechenzentrum des als Russlands Google bezeichneten Unternehmens Yandex beschädigt. Dort stehen Supercomputer, die für das Training des Yandex-KI-Modells eingesetzt werden.

Der Konflikt um Rechenzentren weitet sich: Ukraines Drohnen schalten KI-Rechenzentrum von „Russlands Google“ aus. Ein beschädigtes Rechenzentrum beherbergt Supercomputer, die für das Training von Yandex’ KI-Modell genutzt werden.
Satellitenbild, das Schäden an einem KI-Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex in der Region Sasowo in Russland zeigt. Kredit: Planet Labs PBC. Ukrainische Drohnenangriffe haben zwei der fünf Rechenzentren des russischen Technologiekonzerns Yandex außer Gefecht gesetzt. Der Schaden hat Yandex, das wegen des Betreibens der populärsten Suchmaschine des Landes als „Russlands Google“ bekannt ist, vor erhebliche Schwierigkeiten gestellt, seinen KI-Chatbot und andere Online-Dienste aufrechtzuerhalten.
Den Angaben von Reuters zufolge schlugen die ukrainischen Drohnen am 8. und 9. Oktober in den Rechenzentren von Yandex in den Regionen Sasowo und Kaluga ein. Diese Aktionen waren eine direkte Reaktion auf eine russische Drohnenoffensive gegen ukrainische Rechenzentren, die seit Ende September die Mobilfunk- und Internetdienste Tausender Ukrainer gestört hat.
„Wir antworten weiter auf Russlands Angriffe auf die Ukraine, und zwar mit hoher Präzision“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Beitrag auf X. „Ein weiteres Rechenzentrum wurde ebenfalls getroffen, unsere symmetrische Antwort.“
Dem Bericht von Reuters zufolge erklärte das ukrainische Unternehmen Firepoint, dass seine unbemannten Einweg-Angriffsdrohnen vom Typ FP-1 an dem jüngsten Angriff auf das Rechenzentrum in Kaluga beteiligt waren, die größte derartige Einrichtung von Yandex. Der erste ukrainische Angriff richtete sich gegen Yandex’ Rechenzentrum in Sasowo, in dem zwei der drei Supercomputer des Unternehmens untergebracht sind, die für das Training des KI-Modells YandexGPT genutzt werden.
Yandex teilte mit, dass keine Mitarbeiter verletzt wurden, räumte aber Störungen einiger Dienste ein. Russische Nutzer berichteten laut der unabhängigen russischen Nachrichtenseite Meduza über Probleme beim Zugriff auf Nachrichtenwebsites und beliebte Apps der Video-Streaming-Plattform Ivi, des digitalen Bankdienstes T-Bank und der staatlichen Russischen Eisenbahnen.
Zu den weiteren beeinträchtigten russischen Diensten gehörten laut Reuters eine Dating-App, ein Immobilienaggregator, eine Plattform für die Selbstveröffentlichung von Büchern sowie die Website des erfolgreichsten Profifußballvereins der russischen Premierliga.
Angriffe auf Rechenzentren sind nur das jüngste Beispiel dafür, dass diese im Jahr 2026 zu Kriegszielen geworden sind. Nachdem die Vereinigten Staaten und Israel den Iran im Februar angegriffen hatten, schalteten iranische Drohnen mehrere Amazon-Rechenzentren in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus.
Russland startet jedoch seit der ersten Eröffnung der umfassenden Invasion in die Ukraine durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Februar 2022 regelmäßig Massive Raketen- und Drohnenangriffe gegen ukrainische Städte, die sich gegen Stromnetzinfrastruktur, Verkehrsknotenpunkte und sogar Wohngebäude richten.
Die Ukraine kämpft in letzter Zeit mit einem Mangel an Abfangwaffen, die in der Lage sind, russische Raketen und strahlgetriebene Drohnen abzuschießen. Das ukrainische Militär hat im Gegenzug auf russische Angriffe hin jedoch auch schrittweise seine eigene Kampagne mit Drohnenschlägen mittlerer und großer Reichweite ausgebaut.
Die ukrainischen Drohnenangriffe konzentrierten sich auf russische Militärbasen und Nachschublinien, russlandverbundene Schifffahrt im Asowschen Meer und im Schwarzen Meer sowie auf russische Energieinfrastruktur wie Erdölraffinerien. Im Sommer 2026 griff die Ukraine auch mehrere Lagerhäuser der russischen Unternehmen Wildberries und Ozon an, die als russische Gegenstücke zu Amazon gelten.
Als Zeichen für einen möglicherweise weiteren Kriegsausweitung sanken am 5. und 6. Oktober bei koordinierten Angriffen mit Luft- und Seedorhnen zwei Handelsschiffe in den ausschließlichen Wirtschaftszonen der NATO-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien im Schwarzen Meer. Der ukrainische Präsident Selenskyj schrieb diese Angriffe Russland zu.
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Original (Englisch) anzeigen
The data center war widens Ukraine’s drones knock out AI data center belonging to “Russia’s Google” One damaged data center has supercomputers used for training Yandex’s AI model.
0 A satellite image showing damage to an AI data center owned by the Russian tech giant Yandex in the Sasovo region of Russia. Credit: Planet Labs PBC A satellite image showing damage to an AI data center owned by the Russian tech giant Yandex in the Sasovo region of Russia. Credit: Planet Labs PBC Text settings Story text Size Small Standard Large Width * Standard Wide Links Standard Orange * Subscribers only Learn more Minimize to nav Ukrainian drone strikes have knocked out two of five data centers belonging to the Russian tech giant Yandex. The damage has left Yandex, known as “Russia’s Google” because it operates the country’s most popular search engine, struggling to maintain its AI chatbot and other online services.
The Ukrainian drones struck Yandex data centers in the Sasovo and Kaluga regions of Russia on October 8 and October 9, according to Reuters. Those actions came as a direct response to a Russian drone strike campaign targeting Ukraine’s data centers, which has disrupted mobile phone and Internet services for thousands of Ukrainians since late September.
“We continue to respond to Russia’s attacks on Ukraine, and we’re doing so with high precision,” said Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy in a post on X. “Another data center was hit as well—our symmetrical response.”
The Ukrainian company Firepoint said its FP-1 one-way attack drones were involved in the latest strike on the Kaluga data center that is Yandex’s largest such facility, Reuters reported. The first Ukrainian attack targeted Yandex’s Sasovo data center that houses two of the company’s three supercomputers used for training the company’s YandexGPT AI model.
Yandex said no employees were hurt but acknowledged disruptions to some services. Russian users reported problems accessing media websites and popular apps for the Ivi video streaming platform, the digital banking service T-Bank and the state-owned Russian Railways, according to the independent Russian news publication Meduza.
Other impacted Russian services included a dating app, a real estate aggregator, a self-publishing book platform and the website of the most successful professional soccer club in the Russian Premier League, according to Reuters.
Targeting data centers is just the latest example of them becoming wartime targets in 2026. After the United States and Israel attacked Iran in February, Iranian drones knocked out multiple Amazon data centers in Bahrain and the United Arab Emirates.
But Russia has been regularly launching mass missile and drone attacks against Ukraine’s cities, targeting power grid infrastructure, transportation hubs and even residential apartment buildings since Russian President Vladimir Putin first launched his full-scale invasion of Ukraine in February 2022.
Ukraine has recently been grappling with a shortage of interceptor weapons capable of shooting down Russian missiles and jet-powered drones. But the Ukrainian military has also gradually ramped up its own medium-range and long-range drone strike campaign in response to Russian attacks.
Ukraine’s drone strikes have focused on Russian military bases and supply lines, Russian-linked shipping in the Sea of Azov and Black Sea, and Russian energy infrastructure such as oil refineries. In the summer of 2026, Ukraine also targeted multiple warehouses belonging to the Russian companies Wildberries and Ozon, which are Russia’s Amazon equivalents.
In a sign of the potentially widening war, coordinated aerial and sea drone strikes sank two commercial ships in the Black Sea within the exclusive economic zones of NATO member countries Romania and Bulgaria on October 5 and October 6. Ukraine’s president Zelenskyy attributed those attacks to Russia.