ai newsDo., 15. Okt.
EilmeldungMeta and Apple team up to make Muse AI models run better on Macs

Zankore: KI-Fabrik in Zentraljava wirft Fragen zum Wasserverbrauch auf

Indosat Ooredoo Hutchison plant mit Ooredoo Group, Nokia und Nvidia die KI-Infrastrukturplattform Zankore für die Region. Der hohe Wasserbedarf der Anlagen stößt in Zentraljava jedoch auf Kritik.

TechXploreFreitag 13:20 · 09.10.DE5 Min. Lesezeit
Bild: TechXplore

von Usman Arief, Imam Salehudin, The Conversation

redigiert von Sadie Harley, geprüft von Andrew Zinin

Dieser Artikel wurde gemäß dem redaktionellen Prozess und den Richtlinien von Science X geprüft. Die Redakteure haben die folgenden Eigenschaften hervorgehoben und dabei die Glaubwürdigkeit des Inhalts sichergestellt:

Add to Preferred Sources Zankore/ZanKore ist ein Technologieunternehmen, ein Konsortium aus Indosat Ooredoo Hutchison, Ooredoo Group, Nokia und NVIDIA, das sich auf die Entwicklung von KI konzentriert. Credit: Zankore.com/Diolah Rino Putama, The Conversation Indonesia. Indosat Ooredoo Hutchison plant gemeinsam mit Ooredoo Group, Nokia und Nvidia die Entwicklung von Zankore, einer Plattform für KI-Infrastruktur, die die Region versorgen soll.

Die KI-Fabrik mit einer Leistung von einem Gigawatt (GW) wird in Etappen gebaut. Ihre erste Phase mit einer Kapazität von etwa 200 Megawatt (MW) soll im ersten Halbjahr 2027 in Batang, Zentraljava, beginnen.

Das Projekt wird als Schritt in Richtung des ehrgeizigen Ziels Indonesiens beworben, ein regionales KI-Zentrum zu werden. Fortschrittliche KI-Infrastruktur erfordert jedoch nicht nur enorme Mengen an Strom. Ihre Server benötigen auch große Mengen Wasser für die Kühlung.

Die schwierige Frage ist, ob die Regierung ausreichend Wasser sowohl für die KI-Server als auch für die lokalen Gemeinschaften garantieren kann, wenn Zentraljava bereits unter Wasserknappheit leidet.

Jedes Mal, wenn wir einem Chatbot eine Frage stellen, verarbeiten Tausende von Chips in Rechenzentren die Anfrage und erzeugen Wärme. Kühlsysteme müssen diese Wärme kontinuierlich abführen, oft durch Verdunstung von Wasser in Kühltürmen.

Wasser wird auch indirekt entlang der Lieferkette des Rechenzentrums verbraucht, einschließlich der Stromerzeugung.

Eine Studie von Forschern der University of California aus dem Jahr 2025 schätzte den potenziellen Wasserbedarf von KI-Fabriken anhand des von Microsoft projizierten Ansatzes. Indonesien verzeichnete den höchsten projizierten Kühlwasserverbrauch unter den untersuchten Ländern, mit etwa 1,9 Litern pro Kilowattstelle des von den Servern verbrauchten Stroms.

Basierend auf diesen Projektionen könnte die erste 200-MW-Phase von Zankore bei Dauerbetrieb zwischen 4,8 Millionen und 9,1 Millionen Litern (1,3 Millionen und 2,4 Millionen Gallonen) Wasser pro Tag verdunsten.

Bei dieser Rate könnte Zankore eine Menge verbrauchen, die den 75,46 Millionen Litern (19,9 Millionen Gallonen) sauberem Wasser entspricht, das die Regierung Zentraljavas während der Dürrekrise 2026 bereitstellte, in nur acht bis 16 Tagen. Bei der vollen Kapazität von 1 GW könnte dieselbe Menge in etwa zwei bis drei Tagen verbraucht werden.

Die in Zankores KI-Infrastruktur verwendeten Nvidia-Chips können mit Verdunstungskühltürmen gekühlt werden, während Alternativen wie eine Kühlung auf Meerwasserbasis den Süßwasserverbrauch reduzieren könnten. Solche Systeme können jedoch andere Umweltrisiken schaffen, darunter Auswirkungen auf marine Ökosysteme.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels hat Zankore nicht offengelegt, welches Kühlsystem es verwenden wird.

Zankore stellt eine Investition von etwa 4,59 Milliarden US-Dollar oder 82 Billionen Rupiah dar, mehr als das Fünfjahres-Investitionsziel von 4,23 Milliarden US-Dollar (75,8 Billionen Rupiah) für die Sonderwirtschaftszone (SEZ) Batang.

Die Regierung hat außerdem 409,7 Milliarden Rupiah aus dem Staatshaushalt investiert, um Rohwasser-Infrastruktur für die Industriezone Batang zu entwickeln, einschließlich der Anlage von Zankore. Das System hat eine Kapazität von 285 Litern pro Sekunde, also etwa 24,5 Millionen Litern (6,5 Millionen Gallonen) pro Tag.

Wenn Zankore sich auf diese Quelle verlässt, könnte seine erste 200-MW-Phase mehr als 30 % der täglichen Kapazität der Infrastruktur verbrauchen. Bei 1 GW könnte sein geschätzter Bedarf die gesamte Kapazität übersteigen.

Die wirtschaftlichen Vorteile verdienen eine genauere Prüfung. Rechenzentren sind sehr kapitalintensiv, aber vergleichsweise gering in der Arbeitsintensität. Eine Studie aus dem Jahr 2026, die auf Tausenden von US-Rechenzentren basierte, ergab, dass solche Einrichtungen typischerweise weniger als 100 Festangestellte beschäftigen.

Die Frage ist daher nicht einfach, wie viel Investitionen nach Batang fließen, sondern wie viel Wert dort bleibt und wer die Umweltkosten trägt.

Zankore gehört zu 49 % Ooredoo, zu 37 % Indosat, zu 11 % Nvidia und zu 3 % Nokia. Das bedeutet, dass 63 % seiner Anteile von Unternehmen aus Katar, den USA und Finnland gehalten werden. Ein Großteil seiner Ausrüstung und KI-Chips wird ebenfalls importiert werden.

Wirtschaftlich betrachtet entsteht dadurch das Risiko einer negativen Externalität: Die Gewinne fließen an die Aktionäre, während ein Teil der Umweltkosten, insbesondere der Wasserverbrauch, auf die lokale Gemeinschaft fallen könnte.

Von den Bewohnern von Batang sollte nicht erwartet werden, dass sie diese Kosten ohne Transparenz oder Schutzmaßnahmen tragen.

Die Dringlichkeit ist größer, weil Zentraljava zwischen dem 5. Juni und dem 28. September 2026 eine Dürrewarnung ausgerufen hat, die 2,34 Millionen Menschen in 784 Dörfern betraf, darunter Gebiete in Batang. Die Provinzregierung bereitete anschließend 75,46 Millionen Liter (19,9 Millionen Gallonen) sauberes Wasser für die Bewohner vor.

Unterdessen kämpft die Nordküste Javas bereits mit Bodenabsenkungen. Die geologische Agentur Indonesiens und Forscher des Bandung Institute of Technology (ITB) haben in der Region Pekalongan bis Batang Absenkungen von etwa 6 bis 20 Zentimetern (2,4 bis 7,9 Zoll) pro Jahr aufgezeichnet.

Während der Boden sinkt, wird der Boden weniger in der Lage, Wasser zu speichern, während Meerwasser weiter ins Landesinnere vordringen und die Gezeitenfluten verschlimmern kann. Diese Veränderungen sind schwer umkehrbar und könnten die Gemeinschaften schließlich zur Umsiedlung zwingen.

Eine KI-Fabrik ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Ihre Server können nicht einfach abgeschaltet werden, weil Wasser knapp wird. Genau deshalb muss die Regierung ihren Ressourcenbedarf verstehen, bevor die Anlage voll in Betrieb genommen wird.

Zumindest sollte von Zankore verlangt werden, seinen projizierten Wasserverbrauch, seine Wasserquellen, seine Kühltechnologie und seine Notfallpläne für Dürrezeiten öffentlich offenzulegen. Die Behörden sollten außerdem klare Regeln für die Verteilung von Wasser zwischen industriellen Nutzern und lokalen Gemeinschaften festlegen.

Dieselbe Prüfung sollte auch für andere große Rechenzentrumsprojekte gelten, einschließlich des vorgeschlagenen KI-Rechenzentrums in Jatiluhur, Westjava.

Der Ehrgeiz Indonesiens, ein KI-Zentrum zu werden, sollte nicht auf Kosten von Gemeinschaften gehen, die bereits mit Wassermangel und sinkendem Land zu kämpfen haben.

Wenn das Wasser ausgeht, verlieren alle. Wenn es gerecht bewirtschaftet und geschützt wird, haben alle eine bessere Chance, von der digitalen Zukunft des Landes zu profitieren.

BSc in Biowissenschaften und Ökologie. Mikrobiologischer Laborhintergrund mit Erfahrung in pharmazeutischen Nachrichten in den Bereichen Öl, Gas und erneuerbare Energien. Vollständiges Profil →

Master in Physik mit Forschungserfahrung. Langjähriger begeisterter Verfolger von Wissenschaftsnachrichten. Spielt eine Schlüsselrolle im redaktionellen Erfolg von Science X. Vollständiges Profil →

Dieser Artikel wurde unter einer Creative-Commons-Lizenz von The Conversation nachgedruckt. Lesen Sie den Originalartikel.

Automatisch übersetzt. Das Original auf Englisch ist unten aufklappbar.

Original (Englisch) anzeigen

by Usman Arief, Imam Salehudin, The Conversation

edited by Sadie Harley, reviewed by Andrew Zinin

This article has been reviewed according to Science X's editorial process and policies. Editors have highlighted the following attributes while ensuring the content's credibility:

Add to Preferred Sources Zankore/ZanKore is a technology company—a consortium of Indosat Ooredoo Hutchison, Ooredoo Group, Nokia, and NVIDIA—focused on AI development. Credit: Zankore.com/Diolah Rino Putama,The Conversation Indonesia Indosat Ooredoo Hutchison, together with Ooredoo Group, Nokia and Nvidia, plans to develop Zankore, an artificial intelligence (AI) infrastructure platform aimed at serving the region.

The 1-gigawatt (GW) AI Factory will be built in stages. Its first phase, with a capacity of about 200 megawatts (MW), is scheduled to begin construction in Batang, Central Java, in the first half of 2027.

The project is being promoted as a step toward Indonesia's ambition to become a regional AI hub. But advanced AI infrastructure requires not only enormous amounts of electricity. Its servers also need large volumes of water for cooling.

The difficult question is whether the government can guarantee enough water for both AI servers and local communities when Central Java is already facing water stress.

Every time we ask a chatbot a question, thousands of chips in data centers process the request and generate heat. Cooling systems must continuously remove that heat, often by evaporating water through cooling towers.

Water is also consumed indirectly along the data center supply chain, including in electricity generation.

A 2025 study by University of California researchers estimated potential water demand from AI factories using Microsoft's projected approach. Indonesia recorded the highest projected cooling-water consumption among the countries examined, at about 1.9 liters for every kilowatt-hour of electricity used by servers.

Based on those projections, Zankore's 200-MW first phase could evaporate between 4.8 million and 9.1 million liters (1.3 million and 2.4 million gallons) of water per day, assuming continuous operation.

At that rate, Zankore could consume an amount equivalent to the 75.46 million liters (19.9 million gallons) of clean water prepared by the Central Java government during the 2026 drought crisis in just eight to 16 days. At the full 1-GW capacity, the same volume could be consumed in roughly two to three days.

The Nvidia chips used in Zankore's AI infrastructure can be cooled using evaporative cooling towers, while alternatives such as seawater-based cooling could reduce freshwater consumption. Such systems, however, may create other environmental risks, including impacts on marine ecosystems.

As of this writing, Zankore has not disclosed which cooling system it will use.

Zankore represents an investment of about $4.59 billion, or Rp82 trillion —more than the five-year investment target of $4.23 billion ( Rp75.8 trillion ) for the Batang Special Economic Zone (SEZ).

The government has also invested Rp409.7 billion from the national budget to develop raw-water infrastructure for the Batang industrial zone, including Zankore's facility. The system has a capacity of 285 liters per second, or about 24.5 million liters (6.5 million gallons) per day.

If Zankore relies on this source, its 200-MW first phase could consume more than 30% of the infrastructure's daily capacity. At 1 GW, its estimated demand could exceed the entire capacity.

The economic benefits deserve closer scrutiny. Data centers are highly capital-intensive but relatively low in labor intensity. A 2026 study based on thousands of U.S. data centers found that such facilities typically employ fewer than 100 permanent workers.

The question is therefore not simply how much investment enters Batang, but how much value stays there—and who bears the environmental costs.

Zankore is 49% owned by Ooredoo, 37% by Indosat, 11% by Nvidia and 3% by Nokia. This means 63% of its shares are held by companies from Qatar, the United States and Finland. Much of its equipment and AI chips will also be imported.

In economic terms, this creates a risk of a negative externality: profits accrue to shareholders, while part of the environmental cost, particularly water consumption, could fall on the local community.

Batang residents should not be expected to absorb that cost without transparency or safeguards.

The urgency is greater because Central Java declared a drought alert between June 5 and Sept. 28, 2026, affecting 2.34 million people in 784 villages, including areas of Batang. The provincial government subsequently prepared 75.46 million liters (19.9 million gallons) of clean water for residents.

Meanwhile, the northern coast of Central Java is already struggling with land subsidence. Indonesia's Geological Agency and researchers at the Bandung Institute of Technology (ITB) have recorded subsidence of around 6–20 centimeters (2.4–7.9 inches) per year in the Pekalongan–Batang area.

As the ground sinks, soil becomes less able to store water, while seawater can move farther inland and worsen tidal flooding. These changes are difficult to reverse and could eventually force communities to relocate.

An AI factory is designed to operate continuously. Its servers cannot simply shut down because water becomes scarce. That is precisely why the government must understand its resource demands before the facility becomes fully operational.

At minimum, Zankore should be required to publicly disclose its projected water consumption, water sources, cooling technology and contingency plans during droughts. Authorities should also establish clear rules for allocating water between industrial users and local communities.

The same scrutiny should apply to other large data center projects, including the proposed AI data center in Jatiluhur, West Java.

Indonesia's ambition to become an AI hub should not come at the expense of communities already struggling with water insecurity and sinking land.

If the water runs out, everyone loses. If it is managed and protected fairly, everyone has a better chance to benefit from the country's digital future.

BSc Life Sciences & Ecology. Microbiology lab background with pharmaceutical news experience in oil, gas, and renewable industries. Full profile →

Master's in physics with research experience. Long-time science news enthusiast. Plays key role in Science X's editorial success. Full profile →

This article is republished from The Conversation under a Creative Commons license. Read the original article.

Originaltitel: Zankore's AI factory: Can Central Java afford the water cost?Quelle: TechXplore (TechXplore). Original öffnen